
13. Januar bis 29. Februar 2012, Mo.-Fr. 9-17 Uhr
Ausstellung mit Arbeiten aus den Kursen der Kunstschule Potsdam e.V.
Eröffnung der Ausstellung am 12. Januar 2012 um 17 Uhr im Treppenhaus unter dem großen Monopteros, Lindenstraße 34a, 14467 Potsdam
Begrüßung: Katrin Nikiforow | Geschäftsführerin "Großes Waisenhaus zu Potsdam"
Brigitte Faber-Schmidt | Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende Kulturland Brandenburg e.V.
Einführung: Christoph Knäbich | Vorstandsvorsitzender Kunstschule Potsdam e.V.
Die Veranstaltung steht im Rahmen des Festjahres "Kommt zur Vernuft!", welches Kulturland Brandenburg anlässlich des 300. Geburtstages Friedrichs des Großen feiert.




Ein Fest für Friedrich - Alte Köpfe - Neue Zöpfe
Die Kunstschule Potsdam e.V.
beteiligt sich an der Veranstaltungsreihe des Kulturlandes Brandenburg e.V.
"Ein Fest für Friedrich" unter dem Titel "Alte Köpfe - Neue Zöpfe" vom 12.
Januar bis 29. Februar 2012 mit einer Ausstellung im Treppenhaus des Großen
Waisenhauses zu Potsdam.
Sie bestückt diese Ausstellung mit Exponaten, die während der wöchentlichen
Kursarbeit mit Kindern und Jugendlichen und in Wochenendprojekten mit Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen entstanden sind. Zu sehen sind Zeichnungen,
Druckgrafiken, Malereien, Collagen Mischtechniken und Objekte. Auch die
Einladungskarte ist Ergebnis der Arbeit mit Kindern.
Dabei wurden Friedrich der II. und seine Zeit den Teilnehmern durch die
Kursleiter auf unterschiedliche Weise nahe gebracht.
Ausgehend von den architektonischen und innenarchitektonischen Gegebenheiten,
den Gartenanlagen, die sich in der nahen Umgebung befinden, und bekannten
Persönlichkeiten, vor allem den Damen als zierende Randerscheinungen der
friederizianischen Zeit, sind so Adaptionen entstanden, die vor allem durch die
kindlichen Äußerungen eine vergnügliche Betrachtung gewährleisten.
Aber auch ein Brückenschlag zur Gegenwart und deren Protagonisten wird versucht.
Dabei werden Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft porträtiert bzw.
karikiert.
Überzeichnungen und Radierungen der kleinsten Kinder lassen es da nicht an
Schärfe fehlen. Insbesondere im deutsch-französische Zusammenspiel innerhalb des
heutigen Europa.
Die Scherenschnitte des Rokoko sind Ausgangspunkte für verschiedene Collagen und
Druckgrafiken. Auf Chinapapier höchst ästhetisch im Hochdruckdruckverfahren
hergestellt. Aber auch als Mischtechniken und Farbkreidezeichnungen
ironisieren sie Vertreter beider Zeiten und stellen ein "preußisches Kabinett"
um Mathias Platzeck unters rechte Licht und dem absolutistischen Who-is-who
Vertreter parlamentarischer Demokratie gegenüber.
Es geht aber auch um ganz alltägliches Geschehen, wie Kinder es am einstigen
preußischen Hofe vermuten. So treten Tiere als künstlerische Erscheinungen in
den Radius des höfischen Jubilars - Pfauen, Pferde, Hunde, aber auch ein
Schwein, prall gefüllt und mit einer raffiniert-farbiger Außenhaut.
Die Kartoffel wird zitiert, Soldaten in preußischen Uniformen salutieren, auch
Freund Katte wird nicht vergessen, aber letztendlich ist Friedrich II. nicht nur
ein Jubilar und einstiger Herr auf Sans, souci, sondern auch ein gespensterhaft
in die Gegenwart blickender Alter Fritz. Vielleicht kein Friede-Risiko, aber
ein in die Gegenwart Geholter, der noch immer mit dem nötigen Abstand betrachtet
wird.